Hundetraining für Angsthunde

Wenn du gerade hier bist ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass du einen Angsthund Zuhause hast. Aber was ist ein Angsthund überhaupt? Zuallererst ist es wichtig zu sagen, dass diese Bezeichnung so nicht ganz korrekt ist, denn dein Hund ist kein Angsthund, er ist ein Hund (mit vielen weiteren Eigenschaften und Emotionen) der Angst hat.
Warum ist mir diese Unterscheidung wichtig? Wenn wir von Angsthunden sprechen, reduzieren wir die Hunde oft auf ihre Angst, was dazu führt, dass wir die Angst in den Vordergrund rücken und “nur” noch dieses Problem sehen. Wenn wir aber sagen der Hund hat oft oder vor xy Angst, dann beschreibt das eine (von vielen) Verhaltensweisen und Gefühlen von deinem Hund. Aber unser Fokus liegt nicht nur auf der Angst, sondern es fällt uns auch leichter all die anderen schönen Eigenschaften und Verhaltensweisen des Hundes besser zu sehen, weil wir leichter erkennen, dass ihn diese Angst nicht definiert. Ja, in diesen Situationen hat er Angst aber in anderen Situationen ist er aufgeregt, kuschelt gerne, liegt sein Kuscheltier, frisst gerne Leberwurst und so viel mehr. Natürlich ist diese Aufzählung dann für jeden Hund anders, aber du weißt was ich meine.
Ängstliche Hunde gibt es viele verschiedene, Hunde, die vor fremden Menschen zurückweichen, bei jedem ungewohnten Geräusch zusammenzucken, sich vor anderen Hunden fürchten, nicht alleine bleiben können oder sich in neuen Situationen völlig überfordert fühlen. Manche erstarren, manche flüchten und manche bellen oder knurren. Auch das kann Angst sein.
Einen Hund zu haben, der viele Ängste hat, kann im Alltag sehr herausfordernd sein. Jeder Spaziergang wird zur Planung. Wo sind möglichst wenige Menschen? Hoffentlich kommt uns kein Hund entgegen. Schafft er den Tierarztbesuch heute? Kann ich ihn überhaupt irgendwo mit hinnehmen oder wird ihm das zu viel? Vielleicht kennst du auch das Gefühl, ständig Rücksicht nehmen zu müssen. Du möchtest deinem Hund helfen, weißt aber oft nicht wie. Du hast schon vieles ausprobiert und trotzdem scheint dein Hund immer wieder Angst zu haben.
Falls dir diese Gedanken bekannt vorkommen, möchte ich dir zuerst eines sagen: Du bist nicht schuld. Und dein Hund auch nicht. Angst sucht sich niemand aus. Sie ist keine Entscheidung und auch keine Trotzreaktion. Dein Hund möchte dir das Leben nicht schwer machen. Er versucht einfach, mit einer Situation umzugehen, die sich für ihn unsicher oder sogar bedrohlich anfühlt.
Die gute Nachricht ist: Angst muss nicht für immer den Alltag bestimmen. Natürlich wird aus einem vorsichtigen Hund vielleicht nie ein Draufgänger werden. Das muss er auch gar nicht. Das Ziel ist nicht, dass deinem Hund plötzlich alles egal ist. Das Ziel ist, dass er sich sicherer fühlt, mehr Vertrauen entwickelt und lernt, schwierige Situationen besser zu bewältigen.
Im Training schauen wir deshalb nicht nur auf das Verhalten deines Hundes, sondern vor allem auf die Ursache dahinter. Wovor hat er eigentlich Angst? Was braucht er in diesen Momenten? Und wie kannst du ihm die Sicherheit geben, die er gerade von dir braucht? Mit dem richtigen Training, viel Verständnis und einem Tempo, das zu deinem Hund passt, können Ängste kleiner werden und das Vertrauen größer. Nicht von heute auf morgen, aber Schritt für Schritt.
Wenn du dich und deinen Hund in diesem Text (zumindest ein bisschen) wiedererkannt hast, dann mach jetzt den ersten Schritt für eure harmonisch Zukunft und komm ins Training. Egal wo du gerade bist, ich unterstütze dich online individuell bei euren Themen. Wenn du in Wien wohnst schau dich auch gerne bei meinem Angebot Wien um und wir treffen uns persönlich.


















